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Stand: 10.04.2018

Pressemitteilung

Förderschüler werden auf die Arbeitswelt vorbereitet

Einige Jahre begleitete Jaqueline Dos Santos, die Schülerinnen und Schüler der Kardinal-von Galen-Schule auf ihrem Weg in das Berufsleben. Jetzt zog es die Mitarbeiterin vom Integrationsfachdienst  in den Süden Deutschlands. Um ihrer Nachfolgerin Nina Rosenthal den Übergang zur neuen Aufgabe zu erleichtern, hatte Frau Dos Santos die Idee, die Berufsorientierung der Schule des Caritasverbandes Meschede e.V. einmal mit einer Berufsorientierungs-Börse vorzustellen.

Eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wie die Kardinal-von-Galen-Schule bereitet die Kinder von Beginn ihres Schuleintritts darauf vor, ihnen die bestmögliche Teilhabe am Leben, auch außerhalb der Schule, zu vermitteln und diese zu fördern. Dazu gehört auch und gerade die Vorbereitung auf das nachschulische Leben und die Arbeitswelt. Intensiv beginnt die Berufsorientierung mit dem Eintritt in die Oberstufe (9. Schulbesuchsjahr). Dann startet eine Berufsorientierungsreihe, die sich über mehrere Wochen erstreckt und Stärken, Vorlieben der Schüler für bestimmte Berufe herauskristallisieren soll. Die Schüler sollen erfahren, welche Eigenschaften im Beruf gefordert werden. Es werden Vorstellungsgespräche im Rollenspiel geübt. Bewerbungsschreiben gehören genauso dazu wie die Besichtigung von Gewerken etwa beim Kolpingbildungswerk in Meschede. Neben Kulturtechniken und Sachkunde gehören immer wieder praktische Unterrichtsinhalte wie Hauswirtschaft oder Gartenarbeit zum Lernalltag.
In der Berufspraxisstufe, die altersmäßig der Sekundarstufe II entspricht, wird dann der Focus überwiegend auf berufsorientiertes Arbeiten gelegt. Dazu gehören neben Hauswirtschaft, Wäschepflege - die Schüler waschen, bügeln die gesamte Wäsche der Schule und unterhalten einen Hol- und Bringservice im Haus – auch Werkstattarbeit, hierbei werden z.B. Kaminanzünder hergestellt oder Montagearbeiten ausgeführt. Die Pflege des Schulgartens und die Aufzucht von Sommerblumen und Gemüse. Beides wird durch die Schülerfirma verkauft. Die Schülerfirma stellt zudem Holzdeko-Artikel her und auch selbstgemachte Marmeladen, Chutneys und Bio-Apfelsaft gehören zum Programm.
Einen weiteren großen Schwerpunkt bilden mehreren Praktika. Ein erstes Praktikum machen alle Schülerinnen und Schüler in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Danach steht eventuell auch der freie Arbeitsmarkt zur Verfügung. „Wir würden uns wünschen, dass sich noch mehr Betriebe unserer Schülerschaft öffnen. Da stoßen wir häufig noch auf Skepsis“, erhofft sich Gudrun Schulte. Sie ist für die Koordination der Berufsorientierung an der Schule, gemeinsam mit den Oberstufen- und Berufspraxisstufenlehrerinnen und –lehrern, verantwortlich.

Die Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Gedanken, was man in der Börse denn alles vorstellen könnte. Das Angebot war groß und füllte den Bewegungsraum der Schule. Neben den Damen vom Integrationsfachdienst, waren auch Eltern, Kooperationspartner wie die Werkstätten eingeladen, um sich einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Schule zu machen.

Info-Box
• Die KvG-Schule Eslohe hat zurzeit 67 Schülerinnen und Schüler.
• Es gibt momentan eine Berufspraxisstufe mit 14 Schülern und zwei Oberstufen mit insgesamt 20 Schülern.
• Sieben Lehrerinnen und Lehrer fördern in diesen beiden Stufen die Vorbereitung auf das nachschulische Leben und Arbeiten.