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Stand: 10.04.2018

Pressemitteilung

Der (Alp-)Traum vom Wohnen

Der dritte Platz beim Caritas-Kurzfilm-Wettbewerb WOHN(T)RAUM ging an das Team von Gina Potthoff aus Dortmund für den Film Waldemar (von links): Johann Ott, Gina Potthof, Marvin Brink und Ursula OsterDer dritte Platz beim Caritas-Kurzfilm-Wettbewerb WOHN(T)RAUM ging an das Team von Gina Potthoff aus Dortmund für den Film Waldemar (von links): Johann Ott, Gina Potthof, Marvin Brink und Ursula Ostermann. (Foto: cpd/Achim Pohl)

Die Dortmunderin Gina Potthof hat mit ihrem Film "Waldemar" den dritten Preis in Höhe von 1000 Euro beim Kurzfilm-Wettbewerb WOHN(T)RAUM des Caritasverbandes für das Bistum Essen erhalten. Der Wettbewerb war Teil der bundesweiten Caritas-Jahreskampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause". Der Film von Gina Potthof zeige, dass Wohnen mehr ist als vier Wände um sich herum zu haben, so die Jury. "Er ist eine offensichtliche Kritik an einem System, in dem keine Zeit mehr für Menschlichkeit bleibt. Der Mensch braucht nicht nur vier Wände zum Wohnen, auch Natur, Luft, Freiheit und Liebe gehören dazu." Der Film zeigt den Ausbruch aus der Einsamkeit der Wohnung und gibt am Ende Hoffnung auf mehr. "Ein Film der ohne Worte funktioniert und überall auf der Welt angeschaut werden kann", so die Jury. 

Im Rahmen des Kurzfilm-Wettbewerbs zeigten 25 junge Filmteams, wie sie sich ihr Zuhause wünschen. Den ersten Preis nahmen in Oberhausen die Kölner Videofilmer Matteo Sant'Unione, Lars Pölöskey und Isabell Gramoll für ihren Film "Skillshare" entgegen. Der vierminutige Streifen thematisiert das nachbarschaftliche Zusammenleben junger Menschen und plädiert dafür, digitale Vernetzung auch für persönliche Begegnung, Hilfsbereitschaft und Warmherzigkeit zu nutzen. Der zweite Platz ging an Robin Städtler aus Darmstadt für seinen Film "Gedanken übers Wohnen", der aus ungewöhnlichen Perspektiven und professionell geschnitten unterschiedliche Wohnsituationen darstellt.

Mit der Jahreskampagne 2018 "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" weist die Caritas darauf hin, dass das Thema Wohnungsnot wegen fehlender Wohnungen und steigender Mieten nicht nur Randgruppen betreffe, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Derzeit fehlten in Deutschland rund eine Million bezahlbare Wohnungen. Menschen aus unterschiedlichen Milieus, Einkommensschichten und Nationalitäten müssten Zugang zu bezahlbarem Wohnraum in guter Qualität haben, so die Position der Caritas.