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Stand: 10.04.2018

Pressemitteilung

Ein Plädoyer für das Leben

Ein Plädoyer für das LebenIn der von Ulrich Rützel (3.v.l.) kuratierten Ausstellung geht es darum, den Tod als Teil des Lebens zu begreifen.Claudia Metten (SauerlandKurier)

Eine Ausstellung, bei dem der ambulante Hospiz- und Palliativdienst des Caritasverbandes Meschede den grundlegenden Gedanken anregen möchte, den Tod als Teil des Lebens zu vergegenwärtigen, um das Leben erfüllt zu gestalten.
In der von Ulrich Rützel kuratierten Vorführung soll dem Betrachter nahegebracht werden, in der letzten Lebensphase das Sterben mit Leben zu füllen, Leben fühlen zu lassen und Halt zu geben durch Nähe und Geborgenheit. Die multimediale Umsetzung „Tanz mit dem Tod“ ist ein Plädoyer für das Leben; sie will Lebensfreude vermitteln und die Angst vor dem Tod nehmen.
„Der Tod ist das Tor zum Leben. Ich war von dem Film ,Palermo Shooting‘ von Wim Wenders total beeindruckt und forschte daher immer weiter, wie der Mensch mit dem Tod umgeht. Dazu habe ich immer mehr Material gesammelt und bin dann an die Fachhochschule herangetreten. So kam die Ausstellung zustande“, so Ulrich Rützel, Musikproduzent, Musikverleger und Mitbegründer des internationalen Multimediafestivals „Ars Electronica“ in Österreich.
„Triumph des Todes“ und „Fabeln der Vergänglichkeit“
Der ambulante Hospiz- und Palliativdienst zeigt nun zum 20-jährigen Bestehen die künstlerischen Aspekte der Auseinandersetzung des Menschen mit seiner Sterblichkeit vom Mittelalter bis heute. Auf vier Bildschirmen „Tanz mit Tod in Kulturen“, „Tanz mit Tod in Lebensweisheiten“, „Tanz mit Tod in Poesie, Eros, Kunst“ und „Tanz mit Tod im Leben: JA! Annehmen“ wird ein audiovisuelles Programm in der Endlosschleife angeboten.
In der Eingangshalle der Fachhochschule Südwestfalen ist eine 18 Meter lange Reproduktion vom „Totentanz der Marienkirche in Lübeck“ zu sehen. Des Weiteren sind in der Ausstellung die Großgemälde von Thomas Jessen „Triumph des Todes“ und Christoph Mauses Tierchen in „Fabeln der Vergänglichkeit“ ausgestellt. Schüler der Kardinal-von-Galen Schule aus Eslohe, der St. Walburga Realschule aus Meschede und dem Berufskolleg Bergkloster Bestwig zeigen zudem eine Auswahl ihrer Bilder zum Thema „Tanz mit dem Tod“.
In seinem Fachvortrag über den Lübecker Totentanz erläuterte Gastredner Prof. Dr. Hartmut Freytag auf besondere Art und Weise die Zusammenhänge, die Symbiose zwischen Leben und Tod.
Die Ausstellung in der Eingangshalle der Fachhochschule Südwestfalen Meschede läuft noch bis zum 31. Oktober.