URL: www.caritas-meschede.de/aktuelles/presse/caritas-mit-verstaubtem-image-3923a202-0bf1-4b53-bbbf-88e641bd886e
Stand: 10.04.2018

Pressemitteilung

Caritas mit verstaubtem Image?

Semesterferien – endlich reisen oder jobben, um das Studentenportemonaie zu füllen. So sieht es in der Regel aus, was durchaus gerechtfertigt und nachvollziehbar ist. Nicht so Friederike Schulte aus Remblinghausen. Sie meldete sich beim Caritasverband Meschede und wollte ihre Zeit sinnvoll nutzen und sich gerne ehrenamtlich engagieren. Nach den ersten Gesprächen stellte sich die Arbeit in der Kleiderkammer und im Kleiderleiden der Caritaskonferenzen (CKD)* in Meschede als geeignete Stelle für ihren Einsatz heraus. Über die Caritaskoordinatorin des Verbandes wurde Friederike an eine Ehrenamtliche der Truhe weitergeleitet.
Sechs Wochen hat sie in der „Truhe“ der Caritas ausgeholfen. „Ich hätte nicht gedacht, welche Arbeit dahintersteckt. Beeindruckt hat mich auch, dass die engagierten Helferinnen immer ein offenes Ohr für die Probleme und Geschichten der Kunden hatten“, sagt die 21-jährige am Ende ihrer Zeit in der Truhe.
Gutes im Verborgenen
„Die Caritas wirkt auf viele sehr verstaubt“, so der Eindruck von Dagmar Dicke. Sie leitet die Caritas in Remblinghausen und die Truhe. Sie weiß, dass die Mitarbeiterinnen der Caritaskonferenzen vor Ort viel Gutes tun, meist jedoch im Verborgenen. „Ich fürchte, dass dieses Engagement, das immer eher im Stillen stattfindet, uns heute die Arbeit und das Finden von neuen ehrenamtlichen Helfern erschwert“, vermutet sie. 
„Wir kümmern uns um alle Menschen - ohne Ansehen von Religion und Nationalität, um Alleinerziehende, Alte, Kranke, aber auch junge Menschen ohne Perspektive.“ Jede Art von Hilfe kann hilfreich sein, manchmal sind es finanzielle Hilfen, aber meist Begleitungen zu Ämtern, Hilfe bei Anträgen, Hilfe bei der Wohnungssuche oder einfach nur da sein und zuhören. Dagmar Dicke hat lange einen jungen Mann begleitet. Wohnungssuche, Ausbildungsplatz finden, all dies hat sie mit ihm gemeinsam gemeistert „Wenn er bald selbstständig ist, haben wir alles richtig gemacht. Das ist das tolle an unserer Arbeit.“
Was besonders hervorzuheben ist, ist die direkte Arbeit der Konferenzen im eigenen Ort. Dabei jedoch anonym, unbürokratisch und einfühlsam. „Das ist wichtig und unbedingt einzuhalten“, betont Dagmar Dicke. Denn vielen Menschen ist ihre Situation meist unangenehm.
Aktuelle Kampagne
Damit endlich sichtbar wird, welche Arbeit in den Orten durch die CKD´s geleistet wird, gibt es derzeit die Imagekampagne „Hilfe durch dich – die herzlichste Formel der Welt.“ Unter diesem Slogan gehen Caritasverband und Caritaskonferenzen in die Öffentlichkeit und an Schulen, um auf die Relevanz von Nächstenliebe und Engagement aufmerksam zu machen.
Bei Friederike hat dies bereits geklappt und sie war begeistert. Insbesondere das freundschaftliche Miteinander und der enge Bezug zu den Kunden haben ihr gefallen. Ein weiterer Einsatz ist definitiv nicht ausgeschlossen.
Auch Lust bekommen mehr über diese Arbeit zu erfahren? Dann meldet euch bei Dagmar Dicke, Mobil: 0151 19425386 oder Jennifer Klagges (Caritaskoordinatorin), Mobil: 0171 140 72 96.

*Die Caritaskonferenzen Meschede, Eversberg, Wehrstapel und Remblinghausen sind für die Truhe verantwortlich.

Truhe